Ein Alleinflug ist per definitionem ein Flug, bei dem sich − außer dem Piloten − keine weitere Person an Bord eines Luftfahrzeuges befindet. Dass Elly Beinhorn diesen Begriff zum Titel ihrer Autobiographie gemacht hat, soll aber nicht nur darauf verweisen, dass die großen Flüge, auf die sich ihr Ruhm als Pilotin begründet, Alleinflüge waren, sondern deutet an, dass ihr ganzes Leben auf weiten Strecken ein „Alleinflug“ war.

Nun ist ein ganzes Leben – besonders wenn es sich durch so viele weite und oft abenteuerliche Reisen, verbunden mit herausragenden sportlichen Leistungen auszeichnet – nur schwer auf 429 Seiten zwischen zwei Buchdeckel zu bannen, ohne dass passagenweise die Gefahr besteht, dass eine Aufzählung der Ereignisse dabei herauskommt. Und im konkreten Fall wurde diese Gefahr nicht dadurch geringer, dass die Autorin, auch wenn sie wegen mehrerer Publikationen immer wieder als Schriftstellerin bezeichnet wird, nun mal keine Literatin ersten Ranges war.

Ich will mich trotzdem an einer Inhaltsangabe versuchen, und dass diese kaum etwas anderes als eine Kurzbiografie werden kann, liegt auf der Hand.

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