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Zurzeit beschäftigt mich die Frage … Oder nein, sie beschäftigt mich nicht wirklich. Sie brummt ab und zu in meinem Hinterkopf wie ein auf den Rücken gefallenes Insekt auf der Fensterbank. Die Frage jedenfalls lautet, ob es unangenehmer ist, ein schlechtes Gewissen zu haben oder sich belästigt zu fühlen.

Die Vorweihnachtszeit ist – das hat wahrhaftig Tradition – Spendenzeit. Zwar begegnet man in den Straßen heute seltener scheppernden Sammelbüchsen, dafür aber mehren sich die Aufrufe im Briefkasten und in der Mailbox. Wikipedia folgt schon seit Jahren der Praxis, dass beim Aufruf der Webseite ein Fenster herunterklappt, das um Spenden bittet. Warum auch sollte Wikipedia das nicht tun? Nicht viele gemeinnützige Organisationen werden von einer vergleichbar großen Allgemeinheit genutzt. Und so spende ich denn auch an Wikipedia. Kein Vermögen. Nichts, was man an die große Glocke hängen sollte. Ich würde es gar nicht erwähnen, wäre da nicht die eingangs gestellte Frage, die mich zu einer weiteren führt: Wie prompt sollte man diesem Spendenaufruf folgen?

Letztes Jahr war ich säumig. Nicht zu zählen, wie oft das besagte Fenster auf einer von mir aufgerufenen Wikipedia-Seite erschien – nie ohne mir ein schlechtes Gewissen zu machen. Nicht allzu schlecht, denn ich wusste ja, dass ich auf jeden Fall noch etwas spenden würde, nur nicht jetzt. Jetzt hatte ich gerade keine Zeit für Transaktionen. Und es fehlte ja auch noch ein siebenstelliger Betrag. Da würde die Aktion nicht morgen schon abgeschlossen und meine Chance vertan sein. Ich habe es dann auch tatsächlich geschafft, meinen Obolus noch rechtzeitig zu entrichten. Dennoch wollte ich mir dieses Jahr diese ständigen kleinen Gewissensbisse ersparen. Kaum begann die Spendenaktion, klickte ich das Spendenfenster an. Die Sache war in einer Minute erledigt. Ich weiß gar nicht, warum ich das letztes Jahr so hinausgezögert habe.

Allerdings weiß ich auch nicht, ob ich es nächstes Jahr nicht doch wieder hinauszögern werde, denn seit ich meine Spende entrichtet habe, ärgert mich das Fenster, das auch weiterhin beim Aufrufen einer Wikipedia-Seite erscheint. Ich fühle mich belästigt, und gleichzeitig verursacht mir dieses Gefühl auch wieder ein schlechtes Gewissen. Ich habe zwar nur eine nebulöse Vorstellung davon, wozu Wikipedia 7,9 Mio. Euro braucht, aber ich gönne denen jeden gespendeten Euro. Im Grunde sind die Nicht-Spender an meinem derzeitigen Unbehagen schuld, aber sie sind es ja nicht, die mich belästigen.

Von Kommentaren bitte ich abzusehen. Wie gesagt, mir reicht schon dauernd dieses Fenster.
Aber vielleicht könnte der eine oder andere nicht gespendet habende regelmäßige Wikipedia-Nutzer sich doch baldmöglichst bequemen …
DANKE!

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Blätternd in einem Bildband über italienische Gartenarchitektur, fühle ich mich doch recht unabhängig von dem, was der nasseste Sommer in Deutschland seit Beginn der Wetteraufzeichnung zu werden droht.

Verdis Garten auf seinem Landgut Sant’Agata in der weiten Ebene der Bassa Padana suche ich allerdings vergebens. Er muss ihn regelrecht komponiert haben. Vielleicht geht das im gartenarchitektonischen Sinn als Kunst nicht durch. Aber was ist Kunst? Verdi selbst hat das von ihm geschaffene Altersheim für Musiker, die Casa Verdi in Mailand, als sein größtes Werk bezeichnet. So etwas wäre einem Wagner nie eingefallen.

Übrigens habe ich mir heute ein Buch bestellt. Nicht online. Per Telefon in „meiner“ Buchhandlung: „Uncreative Writing“ von Kenneth Goldsmith. Kenneth Goldsmith und meine Form der Bestellung sind ein Widerspruch in sich. Oder vielleicht doch nicht. Auf meine alten Tage werde ich noch zur Revoluzzerin.

Teure Heimat, …

Ich habe festgestellt, dass ein Milchtopf und mein Postzusteller etwas gemeinsam haben: Bewachter Milchtopf kocht nie, und erwarteter Postbote kommt nie.

Dazu muss ich sagen, dass ich nie – oder jedenfalls sehr selten – auf den Postboten warte. Was im Briefkasten landet, sind der dicke Packen in eine Plastikhülle eingeschweißter Werbung (Ich sollte endlich mal so einen Aufkleber „Keine Werbung!“ anbringen.), Kontoauszüge, Wahlbenachrichtigungen, Privates eigentlich nur zu Weihnachten und zum Geburtstag, selten eine Urlaubskarte. Man mailt und whatsappt eben. Ich muss dazu aber sagen, dass ich mich über „richtige“ Post von lieben Menschen sehr freue; das Darauf-Warten habe ich eingestellt – jedenfalls bis Anfang dieser Woche.

Am Sonntag hatte mein Tochter mich angerufen, um mir einen Brief anzukündigen und sich gleichzeitig für das „Attentat“ zu entschuldigen, denn der Brief enthielt u.a. ihre Versicherungskarte mit der Bitte, bei ihrer Ärztin ein Rezept abzuholen, und wegen des neuen Quartals musste dafür die Karte eingelesen werden. Mit einer Neugeborenen und eine noch nicht Zweijährigen sind solche Erledigungen für die junge Mutter ziemlich umständlich, während es mir kaum Umstände machen würde … Oder ich sollte besser sagen: …kaum Umstände gemacht hätte.

Am Montag war der Brief noch nicht in der Post. Mein Eindruck: Es war überhaupt keine Post für unser Haus gekommen. Alle sechs Briefkästen leer. Das war nicht wirklich verwunderlich, denn montags kommt immer besonders wenig Post, und dass ein sonntags in einen Briefkasten geworfener Brief auch innerhalb der Grenzen unserer Hauptstadt mal etwas länger brauchte, mochte an der Leerungszeit des Briefkastens liegen. Am Dienstag versuchte ich, den Postboten auf der Straße abzupassen. Da hatte die Ärztin nur vormittags Sprechstunde, und ich hätte die Sache gerne erledigt. Straßauf, straßab, um die Ecke, … das gelbe Postfahrrad war nirgends zu sehen. Nachmittags dann mehrmals die Treppe runter, um von sechs leeren Briefkästen angegähnt zu werden. Am Mittwoch dasselbe Spiel – oder nicht ganz dasselbe, denn am Mittwoch sichtete ich den Postboten. Er kam aus einer Nebenstraße, ich befand mich auf der anderen Seite der Hauptstraße, zwischen uns tobte der Verkehr. Bis ich den Fußgängerüberweg erreichte, war der Postbote in einem Amtsgebäude verschwunden – für längere Zeit. Danach würde er (MUSSTE ER!) die Straßenseite wechseln – so dachte ich jedenfalls. Der gute Mann erschien endlich, schwang sich auf sein Fahrrad und radelte flugs auf seiner Seite des Verkehrsstroms und in entgegengesetzter Richtung davon. Ein Blick auf die Uhr verriet mir, dass ich es ohnehin nicht mehr in die auch am Mittwoch nur vormittags gehaltene Sprechstunde schaffen würde. Ich konnte also abwarten, bis die Post in meinem Kasten landete. Sie war ja offenbar unterwegs. Nachmittags wieder mehrere Male die Treppen und sechs Briefkästen, hinter deren Sichtfenstern absolut nichts von eingeworfener Post zu sehen war. Inzwischen hätte ich Zusammenrottungen der aufgebrachten, ihre Post vermissenden Mieter erwartet, aber es rottete sich niemand. Scheinbar nehmen alle das Ankommen oder Ausbleiben der Post als etwas Schicksalsgegebenes hin, und ich hätte das schließlich auch getan, wäre da eben nicht dieser eine, mir so wichtige Brief gewesen. Seltsam war es natürlich in jedem Fall. Wir schrieben den 5. des Monats – noch dazu zu Beginn eines Quartals. Wo blieben meine Kontoauszüge? Das beunruhigte mich nicht, denn ich konnte den Kontostand ja online einsehen, aber es wunderte mich und störte mich nun auch aus Prinzip. Noch war ich nicht an dem Punkt, mich offiziell zu beschweren, aber ich schaute im Internet schon mal nach, wo und wie man eine Beschwerdestelle erreichen konnte. Bei giga.de wird geraten, Beschwerde nur im Falle von anhaltenden oder wiederholten Unregelmäßigkeiten zu führen. Waren drei postlose Tage „anhaltend“. War dies ein wiederholter Fall und mir nur früher nie bewusst geworden?

Am Donnerstag (gestern), stellte ich mich bei meiner Briefzusteller-Abfang-Aktion geschickter an. Ich begab mich zum frühestmöglichen Zeitpunkt, zu dem man dem Postboten begegnet (das ist in meiner Gegend Viertel vor zwölf) diesmal gleich auf die andere Seite der Hauptverkehrsstraße, und an der nächsten Kreuzung erspähte ich das Postfahrrad tatsächlich in der Nebenstraße. Fest entschlossen, keinen – vielleicht ja ganz unberechtigten – Vorwurf im Ton zu haben, sprach ich den Postboten freundlich an, setzte kurz auseinander, dass ich seit Montag – sehr dringen! – einen Brief erwartete und ihn deshalb bäte, ihn mir doch jetzt und hier auszuhändigen, den Ausweis hätte ich dabei. Der Ausweis wäre nicht einmal nötig gewesen. Mein Postzusteller kannte mich mit Namen. Donnerwetter! Heute habe er mit Sicherheit einen Brief für mich – von meiner Bank. Er erwähnte sogar den Namen des Kreditinstituts. Das begeisterte mich schon weniger. Schließlich sind wir hier nicht auf dem Dorf. Ich fragte mich, was er sonst noch so im Lauf der Jahre an Informationen über mich in seinem Gedächtnis gespeichert hatte. Versuchte er mit Google Schritt zu halten? – Nein, an einen weiteren Brief konnte er sich nicht erinnern, und auch den Bankbrief konnte er mir nicht aushändigen. Die Post für diesen Abschnitt der Tour war irgendwo eingeschlossen; die musste er erst abholen.

Mittlerweile war ich sensibilisiert. Das zweimalige Schlagen der Haustür in kurzem Abstand gegen halb drei veranlasste mich zu einem Gang durchs Treppenhaus. In meinem Briefkasten der bereits vom Zusteller erwähnte Bankbrief. Einer! Zu Quartalsbeginn sind es normalerweise drei. Vom Brief meiner Tochter keine Spur.

Ich habe dann ein bisschen recherchiert. Auch wenn man von keiner Häufung sprechen kann, so ist es doch auch kein Einzelfall, wenn Post mit erheblicher Verspätung oder gar nicht zugestellt wird. Beschwerden führen – bestenfalls – zu einem Antwortschreiben, in dem die Post ihr Bedauern ausdrückt. Ob, wie und mit welchem Ergebnis einer Beschwerde nachgegangen wurde, bleibt für den Postkunden ein Geheimnis. Man kann nur froh und dankbar für die Möglichkeiten zur „Nachverfolgung“ bei den mit DHL verschickten Paketen sein. Im Fall von Briefen heißt es: Shit happens!

Die laxe Vorgehensweise bei „Brief-Beschwerern“ führt allerdings dazu, dass mich eine andere böse Ahnung beschleicht. Vielleicht würde man uns durch solchen Schlendrian den altmodischen analogen Briefverkehr gerne abgewöhnen, um sich ganz auf die Beförderung der online eingekauften Waren konzentrieren zu können. – „Schreib mal wieder!“ war mal.


Unverdrossen singe ich meinem Enkelkind das Lied vom Kuckuck und vom Esel vor, die einen Streit hatten, und jedes Mal, wenn ich zu der Zeile von der „schönen Maienzeit“ komme, strafen der Blick aus dem Fenster und das Außenthermometer mich Lügen. Aber immer, wenn ich das Lied (wie gesagt, unverdrossen) zu Ende gebracht habe, ruft die Kleine „Nochmal!“. – Also, eigentlich ruft sie eher „…maaaaal!“ Aber der Wortschatz einer 1,66-Jährigen ist nicht das Entscheidende. Es ist der Ausdruck in ihren Augen. Nichts drückt positive Erwartungen besser aus als die Augen eines kleines Kindes, das gerade „…maaaaal!“ gerufen hat.

… und halte bereit mein Triangel, …

vielleicht kennen ja einige Leser Georg Kreislers Lied vom Triangel-Spieler. So in etwa ergeht es mir zurzeit. Einen Paukenschlag oder einen Tusch hatte ich versprochen, wenn ich damit fertig wäre, „The Man is the Work“ (auch Hopper-Blog genannt) vom dem Untergang geweihten Schiff blog.de auf die geistige Bohrinsel WordPress zu retten. Festen Boden gibt es naturgemäß in einem Netzt ja sowieso nicht, so world-wide es auch sein mag. Nur fehlt mir für Paukenschlag oder Tusch gerade eben die Energie. Ich bediene mich also — ganz zeitgemäß — einer kleinen Bombe, um wenigstens einen kleinen Knall zu erzeugen.

Im Grund müsste ja schon der Umstand, dass ich immer noch an Wüstefelds „Paris geschenkt“ lese, eine Erschütterung verursachen – jedenfalls eine des Zwerchfells. Die gesamte Belegschaft der physiotherapeutischen Abteilung des Polikums grinst jedenfalls darüber, mich Woche für Woche im Flur sitzen zu sehen, während ich mir die Wartezeit mit stets demselben Buch verkürze. Meine Erklärung, ich käme zuhause nicht zum Lesen, klingt in ihren Ohren unglaubwürdig. Was hat eine Rentnerin mit Sulcus-ulnaris-Syndrom (links) denn groß anderes zu tun als zu lesen? Aber nun haben zwei S-Bahnfahrten nach Spandau mich in der Lektüre ein gutes Stück vorangebracht, und auf der Heimfahrt gestern Abend las ich dann:

Um etwas über die Bomben nachzulesen, kaufe ich mir eine deutsche Zeitung, sie titelt: Terror in Paris, schreibt von islamischen Extremisten, die vermutlich für die Pariser Anschläge verantwortlich zu machen sind. Immer wenn in westlichen Gesellschaften die zivile Ordnung unliebsam gestört wird, ist von islamischen Extremisten die Rede. Was im Papierkorb am Etoile explodiert ist, soll eine Camping-Gasflasche belgischen Fabrikats gewesen sein. Von einem JoJo-Spieler schreibt die deutsche Zeitung nichts. Ich will sie in einem Papierkorb versenken, bekomme sie aber nirgendwo unter, werfe sie schließlich dorthin, wo sich bereits anderer Müll türmt. Seit am Etoile der Papierkorb explodiert ist, sind die Behälter über Nacht verschlossen worden. Weil ich immer noch eine vierzigjährige Mangelwirtschaft in den Knochen habe, bewundere ich, wie schnell die Pariser Sicherheitskräfte über derartig viele passende Papierkorbdeckel verfügen konnten.

aus „Paris geschenkt“ von Michael Wüstefeld

Je mehr sich alles zu ändern scheint, desto mehr bleibt alles dasselbe. Wer hat das nun wieder (sinngemäß) gesagt? Jedenfalls war es bei Weitem nicht das erste Mal, dass es mich seltsam berührte, mit welch untrüglicher Sicherheit Bücher sich im passenden Moment — sei er glücklich oder fatal — zur Lektüre regelrecht aufdrängen. Wüstefelds Roman erschien 2008, die beschriebene Handlung spielt im Jahr 1988, und als ich vor einigen Wochen nach dem Buch griff, da war es dasjenige, das zufällig zuoberst auf dem Stapel ungelesener Bücher lag …


Unterm Strich: Eigentlich schreibe ich das alles nur, um die Aufmerksamkeit der geschätzten Leser darauf zu lenken, dass „The Man is the Work“ nun hier zur Verfügung steht und ich mich freuen würde, wenn das Hopper-Blog auch hier den einen oder anderen Interessenten fände. Zu finden unter https://themanisthework.wordpress.com/ oder auch über den Link The Man is the Work (Rubrik: Meine Seiten und Blogs) am rechten Seitenrand.

Mit den Jahren wandelt sich die Lust, und man begnügt sich damit …

 

ritzer Garten, Pavillon, 30.10.2015 Britzer Garten "Dalienfeuer", 30.10.2015

… zu lustwandeln.

 

Fotos: Spaziergang heute mit einer ehemaligen Kollegin im Britzer Garten, wo das „Dalienfeuer“ zurzeit die Hauptattraktion darstellt.

 

Verreisen werde ich in diesem Jahr wohl nicht noch einmal. Dafür habe ich mich aufs literarische Reisen verlegt. So begleite ich gerade den Lyriker und Schriftsteller Michael Wüstefeld – geboren 1951 in Dresden – auf zwei Reisen nach Paris, von denen er die erste 1988, die zweite 1995 unternahm. Der Versuch, ein Déjà-vu zu provozieren.

 

Heute morgen, im Wartezimmer meines Orthopäden … Meine linke Hand hat beschlossen, eigenmächtig und dazu noch vorzeitig einen Winterschlaf anzutreten. Im Wartezimmer also musste ich mir das Lautherauslachen verkneifen.
Die erste Auster schmeckte ich gar nicht, weil ich sie, um es schnell hinter mich zu bringen, so heftig in mich hineinschlürfte, dass sie, ohne meine Zunge zu berühren, direkt in die Speiseröhre schoss und ich ihr mit einem Glas Weißwein zu einem schnellen Verschwinden verhalf.
Arlette, die mich beobachtet hatte, war enttäuscht und nannte meine Taktik einen Frevel. Sie schenkte mir Wein nach und forderte mich zum zweiten Durchgang heraus.
Nimm dir Zeit, Junge, und genieße es.
Und wirklich, den folgenden Austern räumte ich eine längere Verweildauer auf meiner Zunge ein und schmeckte sie. Angenehme Kühle, etwas Salz, brackiger Fischgeschmack, überraschende Frische. Am Ende war zwar der befürchtete Ekel überwunden, so dass ich mich unter Arlettes Anleitung auch über Zangen und Schwänze der anderen Meeresfrüchte hermachte, aber ein Rest Nachdenklichkeit war geblieben. Vornehm geht die Welt zugrunde, hätte Vater gesagt, und ich halte es für möglich, dass er das Wort im Wehrmachtstornister aus Paris mitgebracht hatte.

 

Ich erinnerte mich an meine erste (und letzte) Auster. Allerdings musste ich beim hastigen Verschlucken weder mir selbst, noch gar einer Arlette etwas beweisen. Und was das angestrebte Déjà-vu betrifft: Man kann nur ein Mal zum ersten Mal eine Auster schlürfen.

 

Zitat aus:
Michael Wüstefeld
Paris geschenkt
Dresden, 2008