Meine Familie


Biologen unter sich

Biologen unter sich

Während ich alte Beiträge von blog.de hierher übertrage, geht das Leben (glücklicherweise!) trotzdem weiter.

Heute hat Tochter #2 (Annabel) am Institut für Biologie der Humboldt-Universität ihre Dissertation  mit dem Titel „Untersuchungen über Konsequenzen einer deregulierten Chlorophyllsynthese und funktionelle Analyse des Ycf54/LCAA-Proteins in Cyanobakterien und Pflanzen“ erfolgreich verteidigt. Ich habe kein Wort verstanden, was mich jedoch nicht daran hindert, unglaublich stolz auf mein Kind zu sein – umso mehr, als in etwa vier Wochen, wie das Bäuchlein erahnen lässt, das nächste große Ereignis bevorsteht.

Wenn ich die Menschen in meinem Berliner Umfeld frage, ob sie Rosenheim kennen, oder was sie über die Stadt wissen, fällt den meisten nur „„Out of Rosenheim““ ein, und jeder, der den Film gesehen hat, weiß, dass Rosenheim darin gar nicht vorkommt. Es wird allerdings durch die in Starnberg gebürtige Marianne Sägebrecht (Lodenkostüm, Trachtenhut) durchaus würdig repräsentiert -– was in der Wüste Kaliforniens etwas heißen will. Mich zieht es in die immerhin drittgrößte Stadt Oberbayerns mindestens ein Mal pro Jahr, weil dort meine Urenkelchen Paul und Anton mit ihren lieben Eltern wohnen, und so war ich auch in der vergangenen Woche dort. Weltbewegendes zu berichten gibt es nicht. Urenkel im Alter von Paul und Anton (3 + 1) sind auch in meinem für Urgroßmütter gar nicht so hohen Alter ein bisschen anstrengend, und man fragt sich verwundert, wie man das damals mit kleinen Kindern so relativ mühelos und jedenfalls selbstverständlich alles geschafft hat. Es unterblieb also auch diesmal ein Besuch des Holztechnischen Museums, weil er mit Kindern dieses Alters denn doch für alle Beteiligten –- und wahrscheinlich auch noch für ein paar Unbeteiligte -– eine kleine Nervenzerreißprobe dargestellt hätte. Auf der Fahrt zurück hat mich dann die Klimaanlage im ICE kalt erwischt. Anzumerken wäre auch, dass die Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Ingolstadt und Nürnberg nicht eben zu meinen liebsten zählt, denn bei 280 kmh baut sich in den Tunneln -– und da kommen mehrere -– ein Luftdruck auf, der einem auf die Ohren schlägt, und ich habe dann eben doch das Gefühl, nicht mehr in einem schnell fahrenden, sondern in einem rasenden Zug zu sitzen. Unangenehm!

Einen Kurzurlaub um den Preis einer Erkältung, die länger dauert als der Urlaub, fand ich recht unverhältnismäßig. Um das Unpassende dann aber doch noch irgendwie passend zu machen, habe ich im Bett halb dösend (und deshalb mehrmals) Jörg Maurers Alpenkrimi „“Föhnlage““ (gelesen vom Autor) gehört -– abwechselnd hustend und lachend. Der Roman ist der erste aus Maurers Kommissar-Jennerwein-Serie, von der – wenn ich mich nicht täusche – gerade das sechste Buch erschienen ist. Da Jörg Maurer Musik-Kabarettist ist, liest er seinen Text unglaublich lebendig, und ich bin sicher, dass mir in diesem Fall die Hörversion mehr Spaß gebracht hat, als das Buch es gekonnt hätte –- von meinen erkältungsbedingt verschwiemelten Augen ganz abgesehen.

Die Handlung ist wunderbar skurril. Während eines Klavierkonzerts in einem voralpenländischen Kurort (mit Doppelnamen!) fällt der Obertürschließer der Konzerthalle vom akustischen Himmel und stürzt dabei nicht nur selbst zu Tode, sondern erschlägt auch einen Konzertbesucher. Ob es sich um einen Unfall, einen Mord oder einen Selbstmord handelt und ob die Inhaber des ortsansässigen Bestattungsinstituts etwas damit zu tun haben, ist für Kommissar Jennerwein und sein Team nicht leicht aufzuklären. Maurer spart nicht mit Situationskomik und Wortwitz, und natürlich erhebt er keinen Anspruch, ein Abbild authentischer Polizeiarbeit zu geben. Dennoch enthält der Roman Wissenswertes und unterfordert intelligente Leser keineswegs. Für mich steht jedenfalls fest, dass ich mir die anderen Jennerwein-Romane, wenn möglich, auch als Hörbücher beschaffen werde.

Cover:
Jörg Maurer
Föhnlage
(4 CDs)

Tipp: In verschiedenen Rossmann-Filialen habe ich das Hörbuch kürzlich noch im CD-Regal gesehen.

Straßenschild Mexikoplatz

Wir sitzen uns am Fenster gegenüber, an einem dieser runden Kaffeehaustische, so klein, dass man darunter mit den Knien aneinanderstößt. Das ist sicher hübsch für ein verliebtes Paar, aber mein Gegenüber ist meine Tochter. Die Nähe hat aber doch einen Vorteil: Ich kann die Hand ausstrecken und auf ihr Bäuchlein legen. Mein Enkelkind strampelt darin.

Beim Blick aus dem Fenster fällt mir ein Junge auf, an dem eigentlich nichts auffällig ist -– ein schlanker, nett aussehender Bursche, dessen Alter ich schwer einschätzen kann. Er ist wohl in dem Alter, in dem manche schon aussehen wie junge Männer und andere, gleichaltrige, noch wie Kinder. Dieser ist irgendwo dazwischen – ein bisschen auf der kindlichen Seite. Er hatte mit uns an der Kuchentheke gestanden, als wir etwas auswählten. Jetzt sitzt er mit seinem Kuchenpaket an einem der Tische auf der Straßenterrasse, hat das Papier aufgefaltet und verspachtelt die zwei Stückchen Kuchen, die er sich gekauft hat, während er auf seinem Handy tippt -– vielleicht Nachrichten an die Freunde.

„Ein schlaues Bürschchen“, sage ich. Statt den Preis für „„im Haus““ zu zahlen, isst er seinen Kuchen aus dem Papier zum Preis „„außer Haus““. Tatsächlich hoffe ich, dass die Serviererin ihn nicht von seinem Terrassenplatz verscheucht. Die kleine Sparmaßnahme sollte man einem Schulbuben durchgehen lassen, und dieser Meinung ist die Bedienung wohl auch, wie ich später beobachten kann.

Meine Tochter, die sich umwenden muss, um den Jungen zu sehen, ist überrascht. „Wie seltsam, dass ein Junge sich Kuchen kauft“, sagt sie.

Mir fällt Matz ein. Sein richtiger Name war Matthias Selbmann – einer der Tertianer in Erich Kästners „fliegendem Klassenzimmer“. Matz pumpte sogar seine Freunde an, wenn ihm die zwei Groschen fehlten, um sich beim Bäcker eine Tüte Kuchenränder zu kaufen. Aber jetzt ist nicht 1933 sondern 2015, und das hier ist der Mexikoplatz, gelegen in einem der „besseren“ Bezirke Berlins. Und der Junge da draußen… ist trotzdem ein Matz. Vielleicht immer hungrig. Vielleicht auch nur im Vorgefühl ein erwachsener Zeitungleser im Café zu werden -– mit einem Stück Kuchen vor sich, wie der Mann am Nebentisch.

Mexikoplatz Mexikoplatz U-Bhf. Mexikoplatz U-Bhf. Mexikoplatz

Der zu Beginn des vorigen Jahrhunderts angelegte und bis 1959 namenlose Platz war in seinem Grundkonzept kreisförmig und wurde in der Mitte durch die Wannseebahn geteilt. Das repräsentative Gebäudeensemble von Otto Kuhlmann als Randbebauung existiert jedoch nur auf dem nördlichen Kreisabschnitt, und ist architektonisch dem nach Plänen der Architekten Hart & Lesser ausgeführten Bahnhofsgebäude angepasst, das mit seiner markanten Kuppel unter Denkmalschutz steht. Am 23. September 1959 erhielt dieser Abschnitt den Namen „Mexikoplatz“. Die ursprünglich von Emil Schubert konzipierte Grünanlage wurde Mitte der Achtzigerjahre rekonstruiert und ist heute als Gartendenkmal ausgewiesen. Großer Beliebtheit erfreut sich der Wochenmarkt, der an jedem Samstag von 9 – 15 Uhr stattfindet. Die etwa 20 Stände bieten hochwertige Köstlichkeiten und Kunstgewerbe, wobei die Marktbetreiber darauf achten, dass es nicht zu Doppelungen kommt.

Mein Urenkel Anton (10 Monate alt) hatte kürzlich hohes Fieber, und als ich mit meiner Enkeltochter telefonierte, erzählte sie, dass sie für Antons Bruder Paul (knapp drei Jahre alt) das Buch „Hast du Fieber, kleiner Biber?“ gekauft hat, denn Paul hat immer sehr interessiert zugeschaut, wenn bei Anton Fieber gemessen wurde, und in diesem Buch kann er selbst bei allen möglichen Tieren Fieber messen, es gehört nämlich ein Thermometer dazu, mit dem man feststellen kann, ob ein Tier wirklich krank ist, oder nur vom Herumtoben erhitzt, oder ob es schwitzt, weil es zu warm angezogen ist. Tolle Sache! Paul hat auch Bücher die Geräusche machen, z.B. eines mit den Stimmen der Tiere auf einem Bauernhof, und eines mit den Geräuschen von Fahrzeugen und Flugzeugen, und, und, und … Es ist schon beeindruckend, was Bücher heute alles können. Jedes Mal, wenn ich in eine Buchhandlung gehe, verbringe ich einige Zeit mit dem Bewundern dieser raffinierten Kinderbücher, und das eine oder andere habe ich auch schon gekauft, denn lange war ich durchaus davon überzeugt, dass sie dazu geeignet sind, kleine Kinder frühzeitig an ein Leben mit Büchern zu gewöhnen. Doch dann kam der 25. April – ein Samstag, an dem in Amsterdam bei der Jahresveranstaltung zur Ausstellung des 58. World Press Photo Wettbewerbs neben den besten Pressefotos auch eine „klangvolle Innovation“ Premiere hatte.

Das Institut für Print- und Medientechnik der TU Chemnitz hat einen großformatigen Bildband zum World Press Photo Wettbewerb mit gedruckter Elektronik ausgestattet und für jedes Siegerfoto ein eigenes Klangumfeld geschaffen. Öffnet man dieses T-book – das „T“ steht für Ton – und blättert eine Seite um, dann beginnt diese Seite durch einen unsichtbar im Inneren des Blatt Papiers befindlichen Lautsprecher zu tönen. „Das T-book ist ein Meilenstein in der Entwicklung gedruckter Informationen“, meint Prof. Dr. Arved C. Hübler und ist sich sicher, dass das von seinem Team am Institut für Print- und Medientechnik entwickelte T-book die Tür zu vielen weiteren Entwicklungen öffnet: „Die Tablets der Zukunft werden auf Papier gedruckt, und das T-book gibt einen ersten Ausblick, was alles möglich sein wird.“

Man darf beeindruckt sein. Man darf sich aber auch seine eigenen Gedanken machen. Dass das Tablet der Zukunft auf Papier gedruckt sein wird, halte ich für wenig wünschenswert, denn man möchte seine vom Croissant leicht fettigen Fingerabdrücke, die beim Lesen der Online-Zeitung während des Frühstücks entstanden sind, ja vielleicht doch gerne mit einem feuchten Reinigungstuch abwischen können, oder? Lassen wir also die Zukunftsmusik, und bleiben wir bei den Tönen der Gegenwart. Beim Lesen der Pressemittelung fragte ich mich, wie ich mir dieses Klangumfeld vorzustellen habe. Schaut man sich die Preisträgerfotos 2015 an, möchte man vielleicht nicht zu allen die passende Geräuschkulisse hören. Außerdem: So wie beim Lesen das „Kopfkino“ seinen Betrieb aufnimmt, geschieht es beim Betrachten von Bildern mit dem „Kopfradio“. Jedenfalls mir geht es so. Verfilmte Literatur enttäuscht uns deshalb so oft, weil die Verfilmung mit unserem „Kopfkino“ nicht übereinstimmt. Ebenso wenig möchte ich, dass fremde Töne mein „Kopfradio“ stören. Eine Vorstellung davon, wie das Buch aussieht und wie es sich anhört, gibt das Video.

Soll die Ausstattung von Büchern mit Technik zum Überleben der Bücher in der Mediengesellschaft beitragen? Als immer deutlicher wurde, dass Bücher gegen das E-Book einen schweren Stand haben würden, dachte ich, dass die Verlage dies als Chance begreifen müssen: weg vom billigen Paperback, hin zur liebevoll gestalteten, bibliophilen Ausgabe. An eine Aufholjagd durch die Technisierung von Büchern dachte ich nie, denn dieses Rennen können die Bücher nur verlieren. Eine Fußnote ist auch dann kein Link, wenn sie eine Webadresse enthält. Eine „CD zum Buch“ ist eine „Beigabe“, die – hat man sich einmal die Mühe gemacht, den Computer hochzufahren und die CD einzulegen – das Buch vielleicht in Vergessenheit geraten lässt. Bücher – ob es sich um Belletristik oder Sachbücher handelt – fordern unsere Konzentration ein, während Multimedia uns zerstreuen. Es ist Ignoranz, den Zusammenhang zwischen der abnehmenden Fähigkeit von Schülern, sich auf etwas zu konzentrieren, und dem zunehmenden Umgang mit modernen Medien nicht zu sehen. Ich bin davon überzeugt: Bücher (ganz normale Bücher) sind unverzichtbar, wenn wir, die Bildung weiter Teile der Bevölkerung betreffend, nicht auf ein Niveau vor Erfindung des Buchdrucks sinken wollen. Es könnte dann z.B. passieren, dass nur noch einer Minderheit der „Fehler“ im Titel dieses Eintrags auffällt.

Sind Bilderbücher, die „mehr können“ ein Schritt in die falsche Richtung? Als meine Enkeltochter mir von dem kleinen Biber mit Fieber erzählte, meldete ich meine Bedenken an, ob es wirklich richtig ist, kleinen Kindern Bücher zu schenken, die „etwas Besonders können“. Werden „normale“ Bilder- und Kinderbücher dadurch nicht als langweilig empfunden, und die Hoffnung, das Kind werde früh Interesse an Büchern und damit auch am Lesen entwickeln, erfüllt sich eher nicht? Meine Enkeltochter beruhigte mich. Pauls Lieblingsbücher sind solche, wie sie seinem Alter von jeher angemessen waren, Bücher mit einer Kombination aus Text und Bildern. Er schaut die Bilder an, und Mama oder Papa sollen vorlesen – wieder und wieder. Dann ist es ja gut, denn Mama und Papa lesen wieder und wieder vor – ohne dass es langweilig wird. Vom Fiebermessen lässt sich das auf Dauer nicht behaupten.

Vom 5. Bis zum 28. Juni wird die World Press Photo im Willy-Brandt-Haus in Berlin ausgestellt, und, wie immer, werde ich mir die Ausstellung ansehen. Mit Interesse werde ich auf dem Büchertisch auch nach dem T-buch aus Chemnitz schauen. Auch ich bin empfänglich für die Faszination des technisch Machbaren. Kaufen werde ich das Buch aber wohl nicht.

Quelle: Pressemitteilung

Jedes Jahr veröffentlicht das Namenkundliche Zentrum der Universität Leipzig eine
Vornamenstatistik, anhand derer werdende Eltern sich Anregungen holen und bereits gewordene Eltern sich vergewissern können, ob sie mit der Namenswahl für ihren Nachwuchs im Trend lagen. 2014 waren bei den Mädchen Sophie oder Sophia (wahlweise auch mit einem f in der Mitte geschrieben) sowie Marie und Maria die Favoriten. Auf der Beliebtheitsskala der Vornamen für Jungen standen Maximilian, Alexander und Paul ganz oben. Das bedeutet jedoch nicht, dass in fünf Jahren die Maries und Maximilians in den Schulklassen durchnummeriert werden müssen. Auf den deutschen Standesämtern wurden im vergangenen Jahr 21.152 unterschiedliche weibliche Vornamen und 20.362 verschiedene männliche Vornamen eingetragen. Die hundert häufigsten Namen verteilen sich auf gerade mal zwei Prozent aller Neugeborenen. 66 Prozent aller weiblichen und männlichen Vornamen wurden nur einmal eingetragen, und davon waren über 20 Prozent Doppelnamen mit Bindestrich.

Diese Diversität ist zum großen Teil der kulturellen Vielfalt zu danken aber auch einer zunehmend großzügigen Handhabung der amtlichen Vorgaben, welche der Freiheit von Eltern, den Namen ihres Kindes zu bestimmen, gewisse Grenzen setzen. Zu den eher ausgefallenen aber standesamtlich akzeptierten Vornamen des Jahres 2014 gehören z.B. Xantippe, Pepper-Ann, Fürchtegott, Jesus, Messi, Napoleon, Macdonald und Schnuckelpupine. Weniger überraschend ist da schon, dass die Fußballweltmeisterschaft mit Namen wie Lukas oder Mats zu Buche schlug. Erkennbar ist auch ein Trend zum Familienbezug. So sind Sabine, Nicole, René und Stefan wieder im Kommen, Namen, welche den Eltern, Onkeln und Tanten in den 1970er und 1980er Jahren gegeben wurden. Gestiegen ist der Anteil an Kindern, welche nur noch einen Vornamen haben (54,1 %), doch gleichzeitig stieg der Anteil der Bindestrichnamen.

Cover: Beiträge zur Namenforschung - Tiernamen - ZoonymeHaustierbesitzer werden mit Befriedigung zur Kenntnis nehmen, dass nicht nur Menschennamen wissenschaftliches Interesse erwecken.

Im Universitätsverlag Winter zu Heidelberg ist im Februar dieses Jahres Band 1 der Beiträge zur Namensforschung : Tiernamen – Zoonyme erschienen, der sich mit Haustrieren befasst. Dass auch Nutztiere Namen haben, die von wissenschaftlichem Interesse sind, können wir daraus schließen, dass mit dem Erscheinen von Band II im August dieses Jahres zu rechnen ist. Die Landwirte unter den Lesern mögen sich bitte noch etwas gedulden.

Bello, Rex oder Hasso haben als typische Hundenamen jedenfalls ausgedient. 60 Prozent aller Haustiere tragen einen Personennamen, haben A. Dammel und D. Nübling herausgefunden, also einen Namen, dem man auch einem Neugeborenen geben könnte –- wobei, wie oben angedeutet, das ja fast auf jeden Namen zutrifft, außer auf Bello vielleicht (wessen ich jedoch nicht sicher bin). Als beliebteste Namen für Kaninchen werden Lilly oder Lilli, Luna und Paul genannt.

Es gab einmal eine Zeit, da trug ich mich mit dem Vorsatz: Sollte ich mir jemals einen Hund anschaffen, werde ich ihn Klaus-Dieter nennen. Das war nur deshalb witzig, weil zu jener Zeit wohl niemand seinen Hund, Klaus, Dieter oder gar Klaus-Dieter genannt hätte. Es ging mir jedoch gar nicht ums Witzige. Die Vorstellung, auf einsamen Waldspaziergängen notfalls laut nach Klaus-Dieter rufen zu können, erschien mir beruhigend. Ich hielt es dann allerdings doch für die noch bessere Idee, die einsamen Waldspaziergänge einzustellen.

Mein jüngstes Enkelkind heißt übrigens Klecks. Aber das ist nur der „Arbeitstitel“. Bis zum voraussichtlichen Erscheinungsdatum Ende August wird den lieben Eltern wohl etwas eingefallen sein, das in die Namenstatistik 2015 der Universität Leipzig zwar einfließen wird aber nicht besonders erwähnt werden muss.

Quellen:
Pressemitteilung des Namenkundlichen Zentrums der Universität Leipzig
Pressemitteilung der Johannes Gutenberg Universität Mainz

Paul (mit Papa) bei seiner ersten Fahrt in der Berliner U-Bahn
Pauls erste U-Bahnfahrt

„Out of Rosenheim“, eine deutsch-amerikanische Co-Produktion aus dem Jahr 1987, ist, wie ihr vielleicht wisst, kein Film über Rosenheim. Wer sich Rosenheim filmisch zu Gemüte führen möchte, sei auf die Vorabend-Krimiserie „„Die Rosenheim-Cops““ verwiesen. Oder man fährt eben selber hin –- wie ich es getan habe.

Von Rosenheim wusste ich, dass es ein nettes Städtchen ist mit einer netten Fußgängerzone und einem Alpenpanorama im Hintergrund, und als ich nach Sehenswürdigkeiten fragte, bekam ich zur Antwort: „Sehenswürdigkeiten,… also… … äh… … da wüsste ich jetzt nichts.“ – Aber ich war ja nicht wegen der Sehenswürdigkeiten in Rosenheim. Trotzdem hatte ich natürlich vor, ein paar Rosenheim-Fotos zu machen. Dabei herausgekommen ist nur das (und das habe ich nicht mal selbst gemacht):

Fehlauslösung (Raumdetail)

Eine Versehentliche Kameraauslösung, die ich sofort zum Kunstfoto erklärt habe, und die wahrscheinlich auch dafür durchginge, wenn einem Kritiker was Tiefsinniges dazu einfiele.
Und das war‘s!
Oder nein, noch nicht ganz… …

Ich mit meinem neugeborenen Urenkel Paul

Mein Grund nach Rosenheim zu fahren, war mein Urenkel Paul, und er wird der Grund sein, warum ich wieder nach Rosenheim fahren werde, so wie Jasmin Münchgstettner (Marianne Sägebrecht) in die kalifornische Wüste zurückkehrte.

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