… und wird doch noch schläuer.

„Hirnforscher der Universität Hokkaido in Japan hatten zwölf junge, gesunde Menschen in einen Hirnscanner geschoben. Das Gerät zeichnete auf, was im Gehirn passierte, wenn die Probanden Kaugummi kauten. Es wurden mehrere Hirnareale aktiviert, die für Arbeitsgedächtnis, kognitive Flexibilität, abstraktes Denken und Planung sowie Bewegung und Koordination wichtig sind“, so wusste die Lausitzer Rundschau im April 2018 zu berichten.

Demzufolge hätte ich Kaugummi kauend heute Morgen sofort gewusst, was es mit dieser komischen Kiste am Pfahl der digitalen Anzeige an einer Bushaltestelle auf sich hat, statt etwa eine Minute lang stirnrunzelnd auf die Anweisung „Kauen – Kleben – Gehen“ zu starren. Ohne Kaugummi fiel der Groschen pfennigweise, und sicherheitshalber ließ ich mir von einer mit mir auf den Bus wartenden Frau meine Vermutung bestätigen.

Wirklich besorgniserregend kann es um mein Gehirn aber auch ohne Kaugummi nicht bestellt sein, denn zwei Minuten zuvor hatte ein junger Mann mich gefragt, ob ich ihm bitte sagen könne, welchen Tag und welches Datum wir hätten, und ich antwortete trotz leichter Irritation wie aus der Pistole geschossen: „Heute ist Mittwoch, der 21. Juli.“