Tendovaginitis de Quervain. Das klingt doch nach was. Das ist ernstzunehmen. Einen „Hausfrauendaumen“ dagegen möchte nicht einmal die tüchtigste Hausfrau haben. Über so etwas lachen sich der Tennisarm und der Golfer-Ellenbogen doch schief. Und bei welcher meiner vorwiegend nicht-hausfraulichen Tätigkeiten sollte ich mir den auch zugezogen haben? Höchstens beim Nach-Hause-Tragen des Pizzakartons – waagerecht in der rechten Hand balanciert, den Daumen fest auf den Deckel gedrückt. Aber das mache in nur ein Mal in der Woche. Und so war ich meinem Orthopäden denn auch dankbar, als er – alle anderen Spekulationen beiseitelassend – nur sagte: „Klar, Ihre Maushand!“ Und dann zeigte er mir zwei einfache Übungen, um das Problem zu behandeln. Etwas Geduld werde ich haben müssen, und erst einmal bedeutet es: Aus die Maus! Beziehungsweise ich werde den Gebrauch der Computermaus so weit wie möglich einschränken müssen.
Mein Hobby, Architekturmodelle aus Legosteinen zu bauen, habe ich dem Doktor gar nicht gebeichtet, denn ich fürchte, auch das hat zur momentanen Malaise beigetragen und muss vorläufig unterbleiben.

Also habe ich mir einfach Lesen, Lesen, Lesen … verordnet.