Blätternd in einem Bildband über italienische Gartenarchitektur, fühle ich mich doch recht unabhängig von dem, was der nasseste Sommer in Deutschland seit Beginn der Wetteraufzeichnung zu werden droht.

Verdis Garten auf seinem Landgut Sant’Agata in der weiten Ebene der Bassa Padana suche ich allerdings vergebens. Er muss ihn regelrecht komponiert haben. Vielleicht geht das im gartenarchitektonischen Sinn als Kunst nicht durch. Aber was ist Kunst? Verdi selbst hat das von ihm geschaffene Altersheim für Musiker, die Casa Verdi in Mailand, als sein größtes Werk bezeichnet. So etwas wäre einem Wagner nie eingefallen.

Übrigens habe ich mir heute ein Buch bestellt. Nicht online. Per Telefon in „meiner“ Buchhandlung: „Uncreative Writing“ von Kenneth Goldsmith. Kenneth Goldsmith und meine Form der Bestellung sind ein Widerspruch in sich. Oder vielleicht doch nicht. Auf meine alten Tage werde ich noch zur Revoluzzerin.

Teure Heimat, …

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