Die ersten Axolotl brachte Alexander von Humboldt von seinen Forschungsreisen mit. Es waren zwei präparierte Tiere, die als Larven einer noch unbekannten Spezies klassifiziert wurden. Die ersten lebenden Axolotl wurden 1864 von einer französischen Expedition nach Europa (Paris) gesandt. Es handelte sich um 34 Tiere, deren einziges bekanntes Vorkommen im Seensystem im Tal von Mexiko liegt. Empfänger war die Société impériale zoologique d’acclimatation, eine Gesellschaft, die gegründet worden war, um exotische Lebewesen in neue Lebensräume zu verpflanzen. Von Paris aus kamen die Axolotl sowohl in die Aquarien von Liebhabern exotischer Wesen als auch in die Labore der Wissenschaftler. Auf diese Weise entwickelte sich eine europäische und später globale Axolotlpopulation, unabhängig von den Tieren in der mexikanischen Heimat.

Mit Erstaunen bemerkten die Zoologen die nahezu perfekte Regenerationsfähigkeit der Axolotl: Bei Versuchen wuchsen abgetrennte Gliedmaßen vollständig wieder nach. Verblüffend war auch, dass manche Axolotl das Larvenstadium hinter sich ließen und an Land gingen, die Mehrzahl der Tiere es jedoch vorzog bis an ihr Ende im Wasser zu leben. „Offenbar würde das Verlassen ihrer Tümpel den Tieren keinen Vorteil verschaffen“, sagt der Biologiedidaktiker und Wissenschaftshistoriker Prof. Dr. Uwe Hoßfeld.

Hoßfeld hat gemeinsam mit dem Zoologen Prof. Dr. Lennart Olsson von der Friedrich-Schiller-Universität Jena und dem Wissenschaftshistoriker Dr. Christian Reiß von der Universität Regensburg – Letzterer promovierte in Jena mit einer Arbeit über das Axolotl – 150 Jahre Axolotl-Forschung in dem Beitrag „The History of The Oldest Self-Sustaining Laboratory Animal“ für das Journal of Experimental Zoology zusammengefasst. Henry Gee, der Senior-Editor für Biologie im Wissenschaftsjournal Nature, hat über die Veröffentlichung in seinem Wissenschaftsblog geschrieben.

axolotl

Quelle: idw – Informationsdienst Wissenschaft

Ist es nicht zauberhaft und auf seine eigene, ganz besondere Art schön? Dazu noch ewig jung! Axolotl scheinen der Phantasie eines Animationsfilmemachers zu entspringen. Kein Wunder also, dass ein anonymer Dichter sie im MAD-Magazin “besungen” hat.

I Wandered Lonely as a Clod

I wandered lonely as a clod,
Just picking up old rags and bottles,
When onward on my way I plod,
I saw a host of axolotls;
Beside the lake, beneath the trees,
A sight to make a man’s blood freeze.

Some had handles, some were plain;
They came in blue, red pink, and green.
A few were orange in the main;
The damnedest sight I’’ve ever seen.
The females gave a sprightly glance;
The male ones all wore knee-length pants.

Now oft, when on the couch I lie,
The doctor asks me what I see.
They flash upon my inward eye
And make me laugh in fiendish glee.
I find my solace then in bottles,
And I forget them axolotls.

Anonymous, with apologies to William Wordworth
(from Mad Magazine, issue #43 in 1958)

 

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