Wie so oft, bin ich auch jetzt wieder meiner Zeit voraus: ich habe Frühlingsgefühle. Genauer gesagt, ich leide an Frühjahrsmüdigkeit. Sobald es nachmittags um fünf noch hell ist und die Temperaturen sich dem zweistelligen Plusbereich nähern, kann ich mir die Karten legen –– und schlafe dabei ein.

Restlos geklärt sind die Ursachen für die Frühjahrsmüdigkeit noch immer nicht, nur so viel wird einhellig behauptet, dass es etwas mit Hormonen zu tun habe, mit der plötzlich verstärkt einsetzenden Produktion von Serotonin.

Vielleicht aber habe ich auch zu viele Walnüsse gegessen. Die enthalten nämlich ebenfalls Serotonin. Auch gut! Darauf, Serotonin zu produzieren, muss man sich nicht allzu viel einbilden, das können sogar Fadenwürmer. Und letztlich läuft es aufs selbe hinaus: Ich bin halt müde.

Berlin, Straßenszene
Berlin, Straßenszene
Bundesarchiv Bild 183-P0310-0025

Verwunderlich ist das nicht. Schon mein Leben lang fehlt mir der Winterschlaf.

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