Es gibt verschiedene Theorien, woher der Begriff D-Day stammt, die wahrscheinlichste und auch am häufigsten gelieferte Erklärung ist, dass es sich mit dem D-Day der Engländer und Amerikaner genauso verhält wie mit ihrer H-Hour und dem Jour J der Franzosen. In Deutschland sprechen wir vom Tag X. Das X steht hier nicht für Beliebigkeit, sondern – ganz im Gegenteil – eher für ein Kreuz im Kalender. Doch während D-Day im Grunde weder etwas über die Art oder den Zweck eines Geschehens, noch über einen genauen Zeitpunkt aussagt (Üblicherweise findet der Begriff Verwendung für militärische Operationen.), wurde er in den deutschen Sprachgebrauch ganz konkret für den 6. Juni übernommen, dem Tag, an dem die alliierten Truppen in der Normandie landeten. Dieses Ereignis jährt sich heute zum 80. Mal, und deshalb ist gerade heute so oft vom D-Day die Rede.

Eigentlich wäre dieser T-Tag ein Anlass, mir mal wieder „Der längste Tag“ (1962) anzusehen. Interessanterweise hatte dieser Film vier Regisseure: die beiden Amerikaner Andrew Marton und Darryl F. Zanuck, den Engländer Ken Annakin und den Deutschen Bernhard Wicki. Die Liste der Darsteller verzeichnet so klingende Namen wie Hans Christian Blech, Richard Burton, Sean Connery, Henry Fonda, Gerd Fröbe, Curd Jürgens, Peter Van Eyck, John Wayne, Dietmar Schönherr, Vicco von Bülow u.v.a. Keiner von Ihnen glänzte in einer Paraderolle, jeder spielte seinen eigenen kleinen aber nicht unbedeutenden Part. Es ging um die Sache. Vielleicht sollte es das öfter.

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