Liegt es nur daran, dass man die Biennale di Venezia nicht mehr Biennale di Venezia nennen, folglich auch nicht mit dem Zählen fortfahren könnte – nach der diesjährigen 55. dann im Jahr 2015 die 56. eröffnen könnte usw., usf., dass man die wohl weltbekannteste Kunstbiennale nicht anderswohin verlegt, nach Mailand vielleicht, jedenfalls irgendwohin, wo die Massen von Besuchern des zweijährlichen Spektakels, das die Grenzen der Giardini im Stadtteil Castello gesprengt hat und mittlerweile die ganze Stadt durchwuchert, weniger Schaden anrichten?

Es kann einem ja speiübel werden, nicht nur angesichts der Geldgier derjenigen, denen die Verantwortung für den Erhalt Venedigs anvertraut wurde, sondern mehr noch angesichts der „Kunstliebhaber“, die auch in diesem Jahr wieder den Besuch der Biennale für unverzichtbar halten, statt das für einen wahren Kunstverständigen einzig Richtige zu tun: sich zu enthalten.

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