„Was ist denn wirklich der Grund, warum man versucht, jemandem irgend etwas beizubringen? [……] Ich meine, wenn man wirklich etwas begreifen möchte, ist der beste Weg der, daß man versucht, es jemand anderem zu erklären. Das zwingt einen, sich im eigenen Kopf darüber klarzuwerden. Und je langsamer und dümmer der Schüler ist, desto weiter muß man das Problem in immer einfachere Gedanken unterteilen. Und das ist eigentlich das Grundprinzip des Programmierens. Wenn man einen komplizierten Gedanken in kleine Schrittchen gegliedert hat, mit denen sogar eine dumme Maschine umgehen kann, hat man bestimmt selber etwas davon begriffen. Normalerweise lernt der Lehrer mehr als der Schüler.“

aus: Douglas Adams „Dirk Gently’s Holistische Detektei“

Demzufolge müssten Programmierer die Leute mit dem totalen Durchblick sein, und vielleicht traf das in einer gewissen Entwicklungsphase Intelligenter Technik auch zu. Wenn wir die Technik allerdings so weiterentwickeln (und dies teilweise schon getan haben), dass sie uns nicht nur das „Rechnen“, sondern auch das Denken abnimmt, also selbst lernfähig wird, Computer sich irgendwann selbst programmieren, könnten auch die besten Programmierer am Ende die Dummen sein.

Die Technik aber einmal beiseite lassend, gibt es tatsächlich keinen besseren Weg zur Lösung eines Problems, als das Problem jemandem zu erklären -– am besten jemandem, der nicht „vorbelastet“ ist. Den Satz: „“Das verstehst du sowieso nicht““, sollte man aus seinem Repertoire streichen, sondern ehrlicherweise sagen: „“Ich kann es nicht erklären““, – um es dann vielleicht doch zu versuchen. Möglich, dass der Andere es dann noch immer nicht versteht, aber man selbst wird ein bisschen mehr verstanden haben. Und um wieder auf die Technik zurückzukommen: Es ist durchaus denkbar, dass weniger intelligente Technik die Menschheit unterm Strich weiter brächte.

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