Wie es sich für ein Buch von Douglas Adams gehört, habe ich darüber im Tribute-to-Douglas-Adams-Blog geschrieben. Unter anderem erfährt man dort auch, wie Tee richtig zubereitet wird.

An dieser Stelle möchte ich lediglich eine kurze Passage zitieren, die bei mir eine so erstaunliche wie tröstliche Erkenntnis ausgelöst hat:

Die Zukunft vorauszusagen ist ein Idiotenspiel. Aber es ist zunehmend ein Spiel, das wir alle betreiben müssen, weil sich die Welt so rasch verändert und wir irgendeine Vorstellung davon benötigen, wie die Zukunft wohl aussehen wird, weil wir darin werden leben müssen, wahrscheinlich schon nächste Woche.

Würde ich Sciencefiction schreiben, all meine Phantasie in zukünftige Technologien und ihre Möglichkeiten investieren, dann ließe mich die nächste Version von Windows nicht hintenüber vom Stuhl fallen, weil es mich wahnsinnig macht, mich dauernd an etwas neues gewöhnen zu müssen. Sie käme mir vor wie etwas schon fast Vergessenes, und mit einer gewissen Rührung würde ich versuchen, mich zu erinnern, wie es funktioniert.

Man muss oft wirklich nur den Standpunkt wechseln, in diesem Fall sich in die Zukunft begeben, um eine ganz neue Einstellung zu den Dingen zu gewinnen. – Das ist Tricksen? Na klar! Die halbe Lebenskunst besteht darin, sich selbst immer wieder auszutricksen. Und ich muss ja vielleicht gar nicht zur Sciencefiction-Autorin mutieren. Das hier habe ich nämlich auch bei Adams gelesen:

Ich habe ein paar Regeln aufgestellt, die unsere Reaktionen auf technische Neuerungen beschreiben:

1. Alles, was es schon gibt, wenn du auf die Welt kommst, ist normal und üblich und gehört zum selbstverständlichen Funktionieren der Welt dazu.

2. Alles, was zwischen deinem 15. und 35. Lebensjahr erfunden wird, ist neu, aufregend und revolutionär und kann dir vielleicht zu einer beruflichen Laufbahn verhelfen.

3. Alles, was nach deinem 35. Lebensjahr erfunden wird, richtet sich gegen die natürliche Ordnung der Dinge.

35 war ein richtig gutes Alter. Warum es nicht beibehalten?

Douglas Adams
Lachs im Zweifel
Wilhelm Heyne Verlag, München, 2005
319 Seiten
ISBN 978-3-453-40045-0

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