Geflügelter Spindelbaum

Phillipp hat das botanische Rätsel gelöst. Wissenschaftlich heißt er Euonymus alatus. Nicht Phillipp, der geflügelte Spindelbaum. Phillipp heißt wissenschaftlich Delphinium, was irgendwie wohl mit Orakel zu tun hat. Meine erste Adresse für die kompliziertesten Fragen.

Geflügelter Spindelbaum, Curtis's Botanical Magazine, London., vol. 145

Der geflügelte Spindelbaum ist eine Pflanzenart aus der Familie der Spindelbaumgewächse. (Darauf wäre ich ohne Wikipedia nie gekommen!). Er ist sommergrün und winterhart, wächst langsam und bis zu drei Meter in die Höhe. In die Breite wächst er allerdings auch, und damit macht das Exemplar auf der kleinen Terrasse zum Hof uns Rauchern den Platz streitig. Davon abgesehen, streiten wir uns nicht – weder wir Raucher untereinander, noch mit dem Spindelbaum. Wir sind gemeinsam giftig.

Der geflügelte Spindelbaum verdankt seinen Namen den gedrehten mit Korkleisten besetzten Zweigen. Im Sommer ist er eher unscheinbar, aber das ändert sich geradezu dramatisch im Herbst, wenn seine Blätter sich spektakulär karminrot färben. Ursprünglich in Japan und Zentral-China beheimatet, gedeiht er auch bei uns auf allen durchlässigen, nicht zu trockenen Böden und sogar im Schatten, bevorzugt aber sonnige bis halbschattige Standorten. Auf der Terrasse steht er in einem mit Pflanzgranulat gefüllten Kübel im Halbschatten. Perfekt.

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