„Aus erster Hand, noch ein Jahr TÜV, und wie Sie selbst gesehen haben, gut gepflegt. An diesem Auto gibt es nichts auszusetzen.“
Paul wanderte noch einmal um das gepriesene Auto herum. Es stimmte. Es gab nichts auszusetzen. Er hatte sich den Motor angeschaut, die Türen untersucht, ob sie irgendwo rosteten, mit der Schuhspitze gegen die Reifen getreten und sogar die Profiltiefe selbst gemessen. Alles war in Ordnung. Auch der Preis stimmte.
„Aber die Farbe“, nörgelte Paul. „Und dann das da!“
Mit „das da“ meinte er, dass der frühere Besitzer den Namen Susi auf die Heckklappe geschrieben hatte. Es waren große Buchstaben in leuchtendem Rosa auf dem hellblauen Auto.“
„Wenn sie es sowieso in einer anderen Farbe spritzen wollen, ist der Name auch weg“, sagte der Autohändler.
Paul merkte, dass er es keinen Zweck hatte, um den Preis zu feilschen.
„Also gut“, sagte er. „Ich nehme ihn. Oder vielmehr sie. Heißt ja Susi.“
Und dann gingen sie in die Baracke, die dem Autohändler als Büro diente, und Paul unterschrieb den Kaufvertrag.

Kein schlechter Kauf, dachte Paul, als er sich endlich hinter das Steuer setzte und den Sitz für die Länge seiner Beine einstellte. Der frühere Besitzer musste ein Riese gewesen sein. Wahrscheinlich sogar ein dicker Riese, denn der Sitz – das fühlte Pauls Hintern ganz deutlich – hatte eine ganz schöne Kuhle. Aber das war Paul eher angenehm als unangenehm. Es war ein Gefühl, an das er sich aus seiner Kindheit erinnerte – wie in Mutters Schoß zu sitzen. Da hatte er lieber gesessen als auf Vaters Knien. – So–rei–ten–die–Da–men. Schaukel, schaukel. So-rei-ten-die-Her-ren. Hopp, hopp. Und dann – acht du Schreck! SO.STUK.KERT.DER.BAU.ER!
„Na, dann wollen wir mal, Fräulein Susi“, sagte Paul und ließ den Motor an. Das „Fräulein Susi“ hatte allerdings ein bisschen verächtlich geklungen. Und so war es auch gemeint. „Himmel, so heißen doch nur Friseusen!“ sagte er dann auch noch.
„Frisörinnen“, verbesserte ihn Susi.
„Was?“ fragte Paul unwirsch.
„Man sagt nicht mehr Friseuse, sonder Frisörin“, erklärte Susi.
„Na, DU musst es ja wissen“, ärgerte sich Paul, weil er es eigentlich auch selbst wusste. Erst dann stutzte er. „Hast du gerade mit mir gesprochen?“
„Ich habe mir erlaubt, dich zu korrigieren“, sagte Susi und beschleunigte brav weiter, weil Paul Gas gab.
Für einen Augenblick war Paul sprachlos. Dann lachte er und sagte: „Darf ich mich darüber wundern, oder ist das auch verkehrt?“
„Jeder Mensch darf sich wundern, wenn er etwas wunderlich findet“, sagte Susi.
Schweigend fuhr Paul eine Zeit lang weiter. Ich bilde mir das alles ein. Es ist die Nervosität. Ein neues Auto eben. Auch wenn es ein altes Auto ist, ist es für mich ein neues Auto. Daran muss man sich erst mal gewöhnen. Aber dann packte ihn doch die Neugier.
„Hast du mit deinem früheren Besitzer auch gesprochen?“ fragte er.
„Mit David?“ fragte Susi zurück.
„Hieß er so? Ich dachte, er hätte Goliath geheißen. Das muss ja ein Riesenkerl gewesen sein.
„Ja, David war sehr groߓ, bestätigte Susi.
„Du hast meine Frage noch nicht beantwortet“, erinnerte Paul sie.
„Ja, mit David habe ich natürlich auch gesprochen. Und mit Gabi“, sagte Susi.
„Mit welcher Gabi?“ wunderte sich Paul. Er kam scheinbar aus dem Wundern gar nicht mehr heraus.
„Mit seiner Frau“, klärte Susi ihn auf. „Sie hieß Gabi. Und sie war Frisörin.“
Paul prustete los. „Das passt ja!“ Gabi und Frisörin. Und das Auto heißt Susi. Warum eigentlich?“
„Weil wir in Königswinter gewohnt haben. Da heißen alle Autos SU. Und die Buchstaben hinter dem Ortskennzeichen waren SI. Ist doch klar.“
„Aha“, sage Paul. „Ja, wenn es so ist, ist es eigentlich klar.“
„Eben“, sagte Susi.
Wieder schwiegen sie eine Weile. Dann – um überhaupt etwas zu sagen, fragte Paul: „War Gabi auch so groß wie David?“ Er merkte, dass er bei der Vorstellung fast so etwas wie Mitleid mit Susi hatte. Sie war ein kleines und eigentlich ganz hübsches Auto, und es war sicher nicht leicht für sie gewesen, acht Jahre lang ein Paar von Riesen auszuhalten.
„Nein, Gabi war sehr klein“, sagte Susi, und Pauls Phantasievorstellung geriet regelrecht aus dem Gleichgewicht. Doch bevor er sich darüber amüsieren konnte fuhr Susi fort: „Sie ist gestorben. David war sehr traurig. Deshalb hat er mich auch verkauft. Es hat ihm leidgetan. Er hat gesagt, er könne einfach nicht mehr mit mir fahren – ohne Gabi.“
„Verstehe“, sagte Paul. Schon wieder war er verlegen, weil er nicht wusste, ob es angebracht wäre, Susi sein Beileid auszusprechen, weil Gabi gestorben war.
Wenn man verlegen ist, sagt man meistens gar nichts oder etwas Dummes. „Jetzt bekommst Du ein K, weil wir in Köln wohnen werden. Ich hoffe, das macht dir nichts aus.“
„So ist das Leben“, entgegnete Susi, aber es klang nicht resigniert. „Allerdings wäre ich dir dankbar, wenn du darauf achtest, dass die beiden Buchstaben dahinter nicht U und H sind.“

Paul gewöhnte sich schnell daran, dass Susi mit ihm sprach. Wenn er ehrlich war, gefiel ihm das sogar besonders, zumal sie nie etwas sagte, wenn andere mit im Auto saßen, ein Kollege zum Beispiel oder Pauls Mutter. Auch sonst gefiel Susi ihm. Sie war das zuverlässigste Auto, das man sich wünschen konnte.
Eines Tages fragte Paul: „Wenn ich eine feste Freundin hätte, würdest Du mit ihr sprechen?“
„Kommt ganz darauf an“, sagte Susi.
„Worauf kommt es an?“ fragte Paul misstrauisch, denn soweit käme es noch, dass Susi ihm Vorschriften machen würde, wie seine Freundin zu sein hätte.
„Ich weiß nicht genau“, antwortete Susi. „So was merkt man doch erst, wenn man jemanden kennenlernt.“
„Du wärst doch nicht etwa eifersüchtig?“ fragte Paul finster.
„Nein. Auf Gabi war ich doch auch nicht eifersüchtig“, sagte Susi und schien erstaunt darüber zu sein, dass Paul überhaupt auf so eine Idee kam. Komischerweise war Paul von Susis Antwort enttäuscht. Aber lange dachte er darüber nicht nach. Im Moment suchte er auch keine Freundin. Er hatte einen ganz anderen Traum. Und zum Reden hatte er ja Susi.

Nicht nur Susi war zuverlässig, auch Paul war es. Jedenfalls ein paar Monate lang. Er füllte den Tank auf, spätestens wenn zwei Drittel des Treibstoffs verbraucht waren, und jeden Samstag putzte er Susi blitzblank. Daran, dass ihm die Farbe nicht gefallen hatte, dachte er überhaupt nicht mehr. Susi blieb hellblau und glänzte. Und dann kam der Tag, an dem Paul sagte: „Weißt du, wovon ich träume, Susi?“
Susi sagte nichts, und Paul schien das auch nicht zu erwarten, denn er redete gleich weiter. „Als ich jünger war, wollte ich immer an der Rallye Paris-Dakar teilnehmen. So ein Rennen ist mir heute nicht mehr so wichtig. Aber ich wünsche mir immer noch, mal durch die Wüste zu fahren. Das stelle ich mir großartig vor. Würdest du dir das zutrauen?“
„Ich weiß nicht“, sagte Susi vorsichtig. „Ich war ja noch nie in der Wüste.“
Dass sie noch nie in der Wüste war, war aber nicht der einzige Grund, warum Susi nicht freudig zustimmte. Paul hatte in letzter Zeit wohl mehr an die Wüste gedacht als an alles andere. Jedenfalls hatte er nicht mehr so viel an Susi gedacht. Mehrmals hatte sie ihn erinnern müssen, dass er tanken sollte. Einmal waren sie sogar mit Pauls Mutter zum Theater gefahren, und Susi hatte sich geschämt, weil sie ungewaschen war. Zwischen all den blanken Autos auf dem Parkplatz vor dem Theater wäre sie am liebsten in den Boden versunken, und sogar Pauls Mutter hatte eine Bemerkung darüber gemacht. Und einmal hatte Paul an einem Platz gehalten, auf dem Geländewagen verkauft wurden, und Susi hatte gesehen, wie er lange zwischen den Jeeps und Landrovers herumgewandert war. Nicht ein einziges Wort hatte Paul darüber zu ihr gesagt.
„Traust du es mir zu?“ fragte Susi vorsichtig.
Paul dachte eine Minute lang darüber nach. „Ja, ich traue es dir zu“, sagte er dann. Was er nicht sagte, war, dass er nicht genug Geld hatte, um sich einen Landrover für diese Reise zu kaufen.

Und dann kam der Tag, da fuhren sie tatsächlich los. Pauls Mutter weinte ein bisschen beim Abschied, aber sie weinte öfter mal, ohne dass es einen richtigen Grund dafür gab. Ein Kollege von Paul – der, den Susi am wenigsten leiden konnte, hatte gesagt: „Mit diesem Auto schaffst du das nie!“ Paul hatte nur darüber gelacht, und auch seiner Mutter wischte er die Tränen ab, und lachte, und sagte, sie müsse sich keine Sorgen machen.

Sie fuhren über die Pyrenäen und dann durch Spanien. Von dort nahmen sie die Fähre nach Tanger, kamen in Marokko an, und ab ging es in die Wüste. Paul hatte Recht gehabt. Die Wüste war großartig. Tagsüber war es sehr heiß, aber nachts wurde es so kalt, dass Paul sich in Decken wickeln musste, wenn er auf der Rückbank schlief. Es war auch gar nicht so schwierig, denn durch die Wüste führte eine Straße. Auf dieser Straße fuhren sie ganz allein. Überall sah man nur gelben Sand, und mitten hindurch lief das graue Band aus Beton. Am Tag war der Himmel immer blau, und nachts funkelten die Sterne über ihnen. Es war prachtvoll.

„Hast Du mal auf die Tankanzeige geschaut?“ fragte Susi.
Nein, das hatte Paul nicht getan. Jetzt schaute er. „Wir haben ja den Reservekanister“, sagte er.
Eine halbe Stunde später ging der Motor aus, und Paul füllte den Inhalt des Reservekanisters in den Tank.
„Sehr weit kommen wir damit nicht“, sagte Susi.
„Bis zur nächsten Tankstelle sicher“, sagte Paul, obwohl es lange her war, dass sie an einer Tankstelle vorbeigekommen waren, und soweit das Auge reichte, sah man nur Wüste. „Du schaffst das schon.“
Susi sagte nichts mehr. Es hätte nichts geändert. Vielleicht tauchte ja um die nächste Ecke eine Tankstelle auf. Umzukehren hatte jedenfalls keinen Sinn, dazu waren sie von der letzten Tankstelle zu weit entfernt. Nur leider waren da keine Ecken, hinter denen etwas hätte auftauchen können. Da war weit entfernt der Horizont, und zwischen ihnen und dem Horizont war nur Wüste. Paul machte sich mehr Sorgen, weil sie auch nicht mehr viel Wasser hatte. Als es Nacht wurde, sagte er: „Wir fahren lieber weiter, denn nachts muss ich nicht so viel trinken.
Auch als Susi merkte, dass sie nun gar keinen Sprit mehr hatte, sagte sie nichts. Sie gab sich Mühe, pumpte die letzten Tropfen aus dem Tank. Aber da bremste Paul sowieso und stieg aus. Er schaute zum Himmel hinauf. „Ist das nicht herrlich?“ rief er. „Du musst zugeben, dass es sich allein schon für diesen Anblick lohnt, durch die Wüste zu fahren!“
Ja, der Sternenhimmel war eine Pracht. Zuhause konnte man so einen Sternenhimmel nie sehen. „Ja, es ist herrlich“, sagte Susi leise.
Paul stieg wieder ein und wollte den Motor starten, aber nichts geschah.
„Mach schon!“ sagte Paul ungeduldig und ein bisschen ängstlich.
„Es geht nicht“, sagte Susi.
„Der Tank ist leer?“ fragte Paul, und Susi wusste, wie sehr er darauf wartete, dass sie ihm ein wenig Hoffnung machen und sagen würde: „Fast leer.“ Aber er war absolut leer.
„Und was machen wir jetzt?“ fragte Paul und kam sich selbst ziemlich dämlich vor bei dieser Frage. Es gab ja nur zwei Möglichkeiten. Entweder warteten sie darauf, dass ein anderes Auto vorbeikäme und Paul mitnähme, bis zur nächsten Tankstelle, wo er den Reservekanister füllen lassen konnte, oder er machte sich zu Fuß auf den Weg.
Paul entschied sich für die zweite Möglichkeit. „Vielleicht schaffe ich es vor Sonnenaufgang bis zu einer Tankstelle“, sagte er.
„Ja, vielleicht“, sagte Susi. „Pass auf dich auf, teil dir das Wasser gut ein. Und mach dir keine Sorgen um mich. Verrosten werde ich hier jedenfalls nicht. Das sollte ein Scherz sein, und Paul lachte sogar darüber. Von weitem winkte er noch einmal zu ihr zurück.

Die Sonne ging auf und wieder unter und wieder auf und wieder unter und … Susi zählte nicht, wie oft die Sonne das machte. Sie zählte etwas anderes. Sie zählte sie Wechsel zwischen Hoffnung und Traurigkeit und Angst. Mal hoffte sie, Paul würde im nächsten Moment in der Ferne auftauchen, mal war sie traurig, weil sie die Hoffnung verloren hatte, und weil Paul sie einfach hier zurückgelassen hatte, und mal hatte sie Angst, dass Paul gar nicht zurückkommen konnte, selbst wenn er es wollte, weil er es nicht geschafft hatte und irgendwo in der Wüste, ganz allein, verdurstet war. Irgendwann schaffte Susi es nicht mehr, zwischendurch wieder Hoffnung zu fassen, und dann wusste sie nicht, was schlimmer war, die Traurigkeit oder die Angst. Nein, die Angst war schlimmer, denn sie kam, ohne dass die Traurigkeit ging. Paul sollte leben. Lieber sollte er sie hier vergessen haben, als dass er tot war. Und gerade als sie dies besondern fest beschlossen hatte, sah sie ihn. Es war kurz vor Sonnenuntergang, als sie ihn in der Ferne auftauchen sah, und bis er herangekommen war, war es finstere Nacht, denn die Zeit der Dämmerung war hier in der Wüste sehr kurz. Eben leuchtete der Himmel noch blau, und man wurde von der tief stehenden Sonne geblendet. Und ein paar Minuten später war es dunkel, und die Sterne kamen heraus. So stand also Paul unter einem glänzenden Sternenzelt, als er versuchte, Susis Tür zu öffnen. Er war sehr erschöpft. Er hatte den vollen Kanister geschleppt. Aber schließlich gelang es ihm. Die Scharniere knirschten und krachten. Vor zwei Tagen hatte es einen Sandsturm gegeben. Nicht sehr schlimm. Nicht so schlimm, dass Susi ganz unter dem Sand begraben worden wäre. Aber der Sand war in alle Ritzen gedrungen. Nicht nur in die der Türen, auch unter die Motorhaube, auch ins Getriebe. Susi konnte es fühlen.

„Ich hoffe, Du hast dicht gehalten“, sagte Paul.
„Ich habe es versucht“, sagte Susi tapfer. „Schauen wir mal, ob es geht.“
Mit letzter Kraft füllte Paul das Benzin in den Tank, aber als er den Motor starten wollte, passierte nichts.
„Ist die Batterie etwa leer?“ fragte Paul besorgt.
„Das vielleicht auch.“ Sie flüsterte fast nur noch.
„Das heißt, du würdest sagen, wir haben ein Problem“, stellte Paul fest.
„Es tut mir leid“, sagte Susi.
Paul hatte sich in den Sitz sinken lassen. Jetzt richtete er sich mit einem letzten Rest von Kraft noch einmal auf. „Dir tut es leid? Mir muss es leidtun. Ich habe das alles schlecht geplant. Ich habe nicht auf dich gehört. Und vor allem hätte ich dich gar nicht hierher bringen sollen.“
„Mach dir keine Vorwürfe“, entgegnete Susi. „Genauso hätte ich dir sagen sollen, dass ich es mir nicht wirklich zugetraut habe. Aber ich wollte dich nicht enttäuschen. Jetzt bin ich schuld, dass wir hier festsitzen.“
„Quatsch!“ sagte Paul. „Entweder sind wir dann eben beide schuld, oder keiner von uns. Ich muss mich ein bisschen ausruhen. Wenn es hell wird, schaue ich mal, ob ich was machen kann.“ Er war zu müde, um auf die Rückbank zu krabbeln. Er blieb auf dem Fahrersitz, in der Kuhle von David – wie im Schoß seiner Mutter. Hier konnte er den Sternenhimmel auch besser sehen. Für diesen Himmel hatte es sich schließlich gelohnt, in die Wüste zu fahren. Aber was war das?

Es sah aus, als hätte der Himmel ein Loch bekommen. Da war ein Loch in all diesem Sternengefunkel, und es wurde langsam größer. Paul rieb sich die brennenden Augen. „Siehst du das auch?“
„Da ist ein schwarzes Loch im Sternenhimmel“, sagte Susi.
Paul strengte seine von der Sonne entzündeten Augen an, so sehr er konnte. „Das ist … Das ist … Wenn ich an so etwas glauben würde, würde ich sagen, das ist ein Raumschiff.“

Es war kein Loch. Etwas Großes, Rundes schwebte langsam herunter, ganz lautlos, und verdeckte die Sterne nur. Und plötzlich konnte Paul gar keine Sterne mehr sehen, nicht einmal am Rand, denn aus der Mitte des großen Schattens flutete ein heller Lichtstrahl herab und traf genau auf Susi. Susi schaukelte leicht.
„Was ist das?“ fragte Paul.
„ich habe das Gefühl, ich werde hochgehoben“, sagte Susi.

Für einen Moment überlegte Paul, ob er versuchen sollte, aus dem Auto zu springen. Dann aber ließ er sich noch tiefer in den weichen Schoß sinken.
„Vielleicht ist es das Beste, was uns passieren konnte“, sagte er.

© Christa Hartwig

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