Cover Urs Wider: Das Buch des Vaters

…, und am liebsten würde ich jetzt weiterlesen. Und es dann gleich noch einmal lesen.

Vorhin habe ich überlegt, was ich ihm sagen könnte, wenn ich ihm das nächste Mal über den Weg laufe, denn das ist schon das eine oder andere Mal passiert, zum Beispiel anlässlich einer Mitgliederversammlung der Akademie der Künste. Aber da drängte es mich nie, ihn anzusprechen. Da hatte ich auch noch nicht „Das Buch des Vaters“ gelesen. – Ich könnte ihm vielleicht sagen, dass ich voller Bewunderung bin für die einfache und doch ganz eigene Sprache mit der er so starke Bilder zeichnet, dass ich mich mühelos hineinversetzt fühle in die Schweiz der 1920er und 1930er. Ich könnte ihm sagen, wie tief mich eine kleine Passage berührt hat, eine kurze Szene am Abend vor dem Tod des Vaters. Denn mit dessen Tod beginnt die Erzählung, muss sie beginnen, weil das Buch des Vaters vor seinem Tod niemand lesen durfte. Ich könnte auch einfach sagen: Danke! Danke, dass er das pralle Leben in Gestalt eines Buches in meinen Schoß gelegt hat.

Aber lest selbst ein Stückchen:

Im Februar 1936, am Sonntag vor der Fastnacht, schaute der Architekt, aus dem ersten Stock kommend, noch schnell bei Clara und dem Vater herein. Das heißt, Clara war nicht da – sie war in einem Konzert -, und der Vater saß an der Schreibmaschine und übertrug „La Légende du Moine en rut“ ins Deutsche. Der Architekt stürmte mit einem hochroten Gesicht ins Wohnzimmer und rief, jetzt habe ihm Rüdiger eben sein Honorar ausbezahlt, und zwar genau so viel, wie sie ausgemacht hätten vor Jahr und Tag, als noch kein Mensch geahnt habe, was für eine Heidenarbeit dieses Haus sein würde. Alle Beine habe er sich ausgerissen, aber Rüdiger habe keinen Rappen mehr herausgerückt. Der Architekt schnappte nach Luft. Er fand das schäbig, ausbeuterisch und bourgeois. Er sei doch kein Hund, und jede Wette, daß die faschistischen Doggen mehr als sein ganzes Honorar gekostet hätten. Der Vater nickte. Er bat den Architekten in einen der Stahlrohrsessel und öffnete eine Flasche Corton Clos du Roi, einen edlen, just trinkreifen Burgunder, eine von sechsunddreißig Flaschen, die er sich wenige Wochen zuvor von einem Vertreter hatte aufschwatzen lassen, der sich bis zu diesem einsam in der Wildnis stehenden Haus vorgekämpft hatte und trotz seiner Erschöpfung wie der König persönlich aufgetreten war, den das Etikett seines Weins versprach. Die Kiste mit den Flaschen war am Tag zuvor eingetroffen, zusammen mit einer Rechnung, die von Hand geschrieben war und wie das Edikt von Nantes aussah. Der Rechnungsbetrag verschlang etwa drei Monatslöhne des Vaters. Clara hatte von dem Kauf nichts gewußt, rechnete ihrem Mann mit einer ungewohnt hohen Stimme vor, wann sie beide verarmt sein würden – am 1.1.1945, wenn er so weitermache und die Preise für die Grundnahrungsmittel stabil blieben -, und rang ihm das Versprechen ab, den Corton Clos du Roi für ganz, ganz besondere Gelegenheiten in Reserve zu halten. Dieser Abend, fand mein Vater, war so eine Gelegenheit. Auch mußte er ja prüfen, ob der Vertreter ihn betrogen hatte, als er seinen Wein in den höchsten Tönen anpries. Der Vater hob das Glas – schon seine Nase sagte ihm, daß der Wein wunderbar war -, nippte, schluckte und grunzte zufrieden, während der Architekt sein Glas in sich hineinkippte, ohne zu merken, welche Kostbarkeit er da trank. Er regte sich zu sehr über Rüdiger auf, auch noch, als mein Vater sagte, ja, er habe ja recht, er könne die Hundeviecher auch nicht leiden. „ Ein Ausbeuter, ein klassischer Ausbeuter“, rief der Architekt. Erst beim zweiten Glas beruhigte er sich ein bißchen – der Vater nippte noch an seinem ersten, glücklich über seinen Kauf – und ließ von Rüdiger ab. Sie sprachen nun von den Anstrengungen der Sowjetunion, mit Hilfe der Fünfjahrespläne so viel Getreide anzupflanzen, daß das russische Volk nicht mehr verhungerte, das ganze zweite Glas lang. (Der Vater war ein Glas hinter dem Architekten drein, hielt aber jetzt bei seinem Tempo mit.) Das dritte Glas des Architekten beziehungsweise das zweite des Vaters galt Stalin, über den der Architekt kein schlechtes Wort zuließ. Er kannte alle Beschlüsse des Zentralkomitees und hatte sie sich zu eigen gemacht. Der Vater sagte, die Sowjetunion sei die Sowjetunion und die Schweiz die Schweiz, wenn er nur an den Generalstreik denke, Tote, er sei noch ein Bub gewesen damals, ein großer Bub, aber er habe die Schüsse der Soldaten gehört, die man extra aus möglichst weit entfernten Landesteilen geholt hatte, damit sie keine Hemmungen hätten, auf die streikenden Arbeiter zu schießen. Er sei dann zum Münsterplatz gerannt und habe die Blutlachen auf den Pflastersteinen gesehen. Beim vierten und dritten Glas waren sie bei der Wirtschaftskrise und wie die Arbeitslosen ohne jede Hilfe blieben, beim fünften und vierten beim Kampf um die Achtundvierzigstundenwoche – es gab auch jetzt noch Unternehmer, die allen Ernstes eine Sechsundfünfzigstundenwoche verteidigten -, und während der Architekt an seinem sechsten Glas nuckelte, legte der Vater einen Zwischenspurt ein und zog mit ihm gleich. Sie sprachen von Mussolini und Hitler, diesen gleichermaßen lächerlichen und schrecklichen Widerlingen. Von der Volksfront in Frankreich. Von Stachanow, der beim Kohlefördern 1300% der Norm erfüllt hatte. Von den öffentlichen Prozessen in Moskau, und welche Gelegenheit sie den Bürgerlichen böten, Lügen über Stalin zu verbreiten. Der Vater war nun endgültig für die Politik erwacht. Für den Kommunismus. Als er die dritte Flasche öffnete – er und sein neuer Genosse sprachen gerade von der hirnlosen Sozialdemokratie, die jeder Anschleimerei der Rechten auf den Leim kroch und bei jeder Drohung den Schwanz einzog -, kam Clara nach Hause. Sie starrte auf die Weinflaschen und verschwand wortlos im Bad. Als auch die dritte Flasche leer war – Thema des Gesprächs: daß es unmöglich sei, in der radikal denkenden Linken ein offensiveres Bewußtsein zu entwickeln, seitdem die Kommunistische Partei in drei Stadtparlamenten vertreten sei -, war es drei Uhr früh. In einer Stunde, Schlag vier Uhr, begann die Fastnacht. Sie schwangen sich auf die Fahrräder – der Architekt auf das Claras – und fuhren in die Stadt hinunter. Im Dunkeln, ohne Licht, der Architekt hinter der Silhouette des Vaters, der den Weg kannte, aber nicht sah. In den Straßen um den Marktplatz herum Zehntausende von Menschen, wie immer an diesem heiligen Beginn der Fastenzeit, in Mänteln und mit Mützen, denn es war eiskalt. Den beiden neuen Freunden waren schon während der Fahrt die Nase, die Ohren und die Finger abgefroren, und darum gingen sie gleich ins Ticino, in die Räuberhöhle, die, weil draußen in der schwarzen Nacht eben die traditionellen Trommler- und Pfeifermärsche einsetzten und niemand diesen magischen Augenblick verpassen wollte, noch nicht völlig überfüllt war. Sie fanden sogar noch zwei Stühle am Stammtische des Architekten, wo einer seiner Freunde vom Stuhl hochsprang, als er sie sah, ein Maler, der rote Augen hatte und rief, sie schicke der Himmel, morgen sei hier – der Architekt wußte das natürlich – der große Maskenball in allen Sälen des Hauses, und die Dekorationen seien nicht nur nicht fertig, sondern eigentlich kaum begonnen, und von der Malergruppe – jener Gruppe 33 eben, die das Fest auf eigene Kosten organisierte – sei grad überhaupt keiner aufgetaucht gestern abend, als doch alle zusammen alles picobello dekorieren wollten. Er lasse die Entschuldigung nicht gelten, daß sie alle seit Wochen Laternen malten und Masken kaschierten und mit denen auch gestern abend nicht fertig geworden seien. Er habe der Breo-Clique seine Masken auch mit noch nassem Lack übergeben. (Tatsächlich sahen und hörten sie nun vor den Fenstern des Ticino einen Trommler- und Pfeiferzug vorbeiziehen, mit einer riesengroßen, von vier Dienstmännern getragenen und von innen mit hundert und mehr Kerzen beleuchteten Laterne, deren Stil sie mühelos einem Gruppenmitglied zuordnen konnten. – Im übrigen lebten sie alle von ihren Fastnachtsaufträgen, so mehr oder minder das ganze übrige Jahr hindurch.) – Hilfe, sagte der Maler, ich brauche Hilfe, ich nehme inzwischen jeden. Also tranken der Architekt und der Vater ihren Kaffee fertig aus – der Schnaps im Kaffee hieß „fertig“, ein Rätsel – und gingen mit dem Maler in den ersten Stock und machten sich so nützlich – sie hatten den Schwung und das souveräne Können der Betrunkenen -, daß der Maler bald darauf verzichtete, ihnen Anweisungen zu geben. Er stand vor einer mit Packpapier überklebten Wand und malte eine ideale Landschaft, ein Paradies voller Löwen, Tiger, Seen, Trommler und Pfeifer, die, von ihren Instrumenten und phantastischen Masken abgesehen, nackt waren, denn sie waren alle Adame und Evas, unter Bäumen dahinschreitend. Die waren Palmen, keine Tannen, aber dennoch im Stil Ernst Ludwig Kirchners gemalt, denn der Maler hatte zwei Sommer und einen Winter mit dem Meister in Davos verbracht. Kirchner hatte ihn die ganze Zeit über beschimpft und ihm zum Abschied gesagt, er sei grenzenlos unbegabt und male wie der letzte Mensch. Trotzdem wurde dann ein Bild des Kir
chnerschülers unter dem Namen des Meisters auf der Ausstellung der entarteten Kunst in München ausgestellt, eine Auszeichnung, gegen die weder Kirchner noch sein Schüler Protest einlegte.) – Später, am frühen Nachmittag – der Vater stand auf einer Leiter und nagelte Ballons und Papierschlangen an die Saaldecke -, tauchte ein weiterer Maler auf , ein Surrealist mit einem béret basque auf dem Kopf, der sogleich die andere Wand in Angriff nahm und ein solches Tempo vorlegte, daß er mit dem Kirchnerschüler bald gleichgezogen war. Giraffen mit Affenköpfen, Affen mit Gesichtern der Regierungsräte, Regierungsräte mit prallen Weibern liegend, die Feuer aus Maul und Hintern bliesen. – Der Architekt rechnete derweil immer noch die Maße einer kubistischen Plastik aus, die er über den Eingang hängen wollte; er hatte Probleme mit dem Goldenen Schnitt und besserte seine Skizze immer neu aus. – Gegen Dienstag mittag erschien auch noch eine Malerin. Der Saal sah inzwischen schon recht wunderbar aus, alle Wände und auch die Decke waren in allen Farben des Spektrums bemalt, so daß die Malerin sich das Treppenhaus vornahm und damit begann, das Geländer mit dem Handlauf schrillrot zu färben. (Dieser war dann am Abend noch nicht trocken, so daß viele Gäste den Saal mit einer roten linken Hand betraten.) Die Malerin war eben aus Paris zurückgekommen, wo sie mit einer Freundin hingefahren und gleich in die Klauen Man Rays geraten war. Der hatte die beiden Frauen – kein Wunder, der Hunger nach den Wundern der Großstadt sprühte ihnen aus allen Poren – an ihrem zweiten oder dritten Abend angesprochen, im Deux Magots oder im Flore, einem Lokal der Bohème jedenfalls, von dem nur die Eingeweihten wußten, und in sein Atelier verschleppt. Dort fotografierte er beide, als Akt natürlich, und seltsamerweise war die Malerin, die kaum zwanzig Jahre alt und bildschön war, das schlechtere Modell als ihre Freundin, obwohl diese eher knochig und aus Bern war. Dennoch wurden die Bilder mit ihr zu Ikonen der Fotografie. (die Freundin wurde übrigens auch berühmt. Sie war jene mit der mit Pelz zugeklebten Tasse.) – Der Vater half dann der Malerin, die ihm unbekümmert Farben und Pinsel überließ. Sie sprachen französisch zusammen, der Vater, weil er seit nun achtundzwanzig Stunden wach und immer noch nicht nüchtern, die Malerin, weil sie von ihrem Pariser Leben durchtränkt war. (Kalauer machte sie aber im heimischen Dialekt. Sie war eine Meisterin, und da auch der Vater kein Wortspiel ausließ, warfen sie sich die Wortwitze nur so zu und sprachen endlich doch mehr deutsch als französisch.) – Als, um neun Uhr abends die ersten Masken auftauchten, war die Dekoration fertig. Sie war ein Meisterwerk und umfaßte den Saal im ersten Stock, einen Nebenraum, das Treppenhaus und das Restaurant selbst, in dem sie gearbeitet hatten, obwohl der Schankbetrieb weitergegangen war. Die Gäste hatten sich nicht daran gestört, daß vor ihnen, auf ihren Tischen, ein Künstler herumgeturnt war und Papiermonster oder Maskenfratzen an die Decke gehängt hatte. – Der Architekt stand immer noch sinnend vor seiner Plastik, die er inzwischen mehrmals aufgebaut und wieder demontiert hatte. – Es war für den Vater zu spät, nochmals nach Hause zu gehen, und Clara – sie hatte die Corton-Clos-du-Roi-Flaschen weggeräumt und die Gläser gewaschen – starb nur deshalb nicht tausend Tode, weil sie wußte – dieses Wissen war tief in jedem Eingeborenen der Stadt eingegraben, ein Gesetzt von biblischer Kraft -, daß an der Fastnacht alles und jedes möglich war – Trunkenbolderei, unflätiges Reden in aller Öffentlichkeit, Ehebruch – und daß man das hinnehmen mußte, entzückt oder eben auch zähneknirschend. Daß der Vater auf dem Künstlerfest in der Räuberhöhle sein könnte, dachte sie nicht und verbrachte den Abend, indem sie zum Fenster hinaus auf den Bannwald blickte. Ihr Mann toste derweil durch alle Säle, trunken und schwebend und schwatzend. Er tanzte mit wunderschönen Frauen, die als alte Tanten oder Wassermänner verkleidet waren, und mehrmals auch mit der Malerin. Dann schlief er, während er einen Quickstep tanzte, an der Schulter seiner Partnerin ein, und als er aufwachte, in einer Ecke der Küche, schien eine helle Sonne vor den Fenstern, Kellnerinnen stiegen über ihn hinweg, und Luigi, der Wirt, jonglierte mit acht Pfannen aufs Mal auf seinem dreiflammigen Gasherd herum. Der Vater trug ein Bajazzokostüm, von dem er keine Ahnung hatte, wie er hineingekommen war, und hatte Kopfschmerzen. Also rappelte er sich auf und ging zu Fuß nach Hause, weil er kein Geld für die Straßenbahn in seinem Kostüm fand und vergessen hatte, daß draußen vor dem Ticino seine beiden Fahrräder standen. Clara stand immer noch am Fenster, oder wieder, empfing ihn aber freundlich; es war eben Fastnacht. Der Bajazzo war seine Erklärung. Er warf sich aufs Bett und schlief sofort wieder. – Der Architekt brachte am Donnerstag abend, nach dem Ende allen Karnevalstreibens zusammen mit dem Kirchnerschüler die Fahrräder zurück. Sie erzählten glücksstrahlend, wie toll das Fest gewesen sei, an das sich der Vater nur undeutlich erinnerte. Alle Säle zum Bersten voll, eine phantastische Musik – die Saloon Stompers mit dem unvergleichlichen Heini Müller, der das übrige Jahr hindurch in einer Versicherung arbeitete, an der Trompete -, und am frühen Morgen hätten die letzten Einzelmasken draußen auf der Straße mit den Ballons Fußball gespielt, die der Vater an die Wand genagelt hatte. Zwei Dutzend Pierrots und Butzenbürschlis und wilde Männer und kein Bajazzo spielten sich die Ballons zu, die anmutig von Fuß zu Fuß schwebten. Hie und da sei einer geplatzt – besonders wegen der klobigen Holzpantinen der wilden Männer -, und als auch der letzte zu einem Fetzen geworden sei, seien sie endlich nach Hause gegangen. – Der Architekt, der Kirchnerschüler, der Surrealist und auch die Malerin waren nun oft bei Clara und dem Vater. Sie waren alle leidenschaftliche Künstler, allem Neuen zugewandt, und heftige Anhänger sozialistischer Ziele. Kommunisten, der eine mehr, die andre weniger. Auch den Vater hatte dieser Karneval zum Kommunisten gemacht. Zwar nannte ihn der Kirchnerschüler, der in seinen ideologischen Ansichten noch radikaler als der Architekt war, zuerst einen bourgeoisen Intellektuellen und einmal sogar einen Salonkommunisten, aber er fühlte sich, wie alle andern, wohl in der lichten Wohnung am Stadtrand oben. Als der Frühling und mit ihm eine warme Sonne kam, stellte er seine Leinwand im Garten auf und malte Clara und den Vater beim Kaffeetrinken, Clara in einem gelben Kleid auf einem Liegestuhl liegend und den Vater am roten Gartentisch sitzend, in einem Buch lesend. Auf dem Tisch stand, wie im wirklichen Leben, die Kaffeemaschine, die wie ein Versuchskolben aus einem Chemielaboratorium aussah. Im Hintergrund rannte in einem sehr grünen Gras ein Hund, ein schwarzer Farbfleck. (In der wirklichen Welt hieß er Hobby und war in jeder Beziehung das Gegenbild der Doggen Rüdigers, von denen im übrigen eine, Astor nämlich, auf dem Bild neben Clara lag und mit ähnlich leeren Augen wie diese am Betrachter vorbeistarrte.) Ganz hinten der Bannwald. Der Himmel, mit kühnen Pinselstrichen. – Der Maler war in einer Art Glücksrausch, weil er mit diesem Bild Kirchner hinter sich gelassen hatte. Er malte es an einem Nachmittag, blieb zum Nachtessen und rief, daß er es „L’après-midi bourgeois“ nennen wolle. Clara strahlte, der Vater schaute zweifelnd. Beide waren sich aber einig, daß heute eine ganz besondere Gelegenheit sei, und entkorkten eine Flasche Corton Clos du Roi.

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