Albrecht Dürer: Feldhase

Ich habe es versprochen, nachdem ich keine Lust hatte, das Osterei in Phillipps Rätsel zu suchen. Ich hatte versprochen, ein Hasengedicht zu schreiben. Da es aber ein Kindergedicht geworden ist, ist es nicht für Phillipp, sondern für seine Tochter.

Vor dem Haus, auf dem Rasen…
Siehst du sie? Zwei Osterhasen!
Der mit der braunen Jacke an,
das ist der Osterhasenmann.
Die mit der weißen Schürze, schau,
ist seine Osterhasenfrau.

Sie laufen hin und rennen her,
als ob da was zu finden wär’.
Ach, ich seh’ dich schon erschrecken!
Sie sollen doch etwas verstecken.
Stattdessen dreh’n sie ihre Runden,
und, schwups! Nun sind sie ganz verschwunden.

Das waren keine Osterhasen,
die ich dir zeigte auf dem Rasen?
Komm, ich will es dir beweisen,
denn auf Hasenpfoten leisen
haben sie, eh’ du sie entdeckt,
doch etwas für dich versteckt.

In der Küche, glaub’ ich. Such!
Schau mal, dort, unter dem Tuch!
Na, wenn das, mein liebes Kind,
nicht echte Haseneier sind!
Ich schwör’s, da gibt es kein Vertun.
Solche Eier legt kein Huhn.

Sind so braun wie Schokolade.
Doch es ist keine. Ist das schade?
Glänzend wie aus Porzellan,
und noch warm fühl’n sie sich an.
Ich pell’ eins ab. Ist dir das recht?
Ein Osterei! Und wirklich echt!

Wie Du mich kennst, kann ich mir eine kleine Schikane nicht verkneifen.
Um das Gedicht ordnungsgemäß zu präsentieren, wirst Du ein paar Eier hart kochen müssen, und zwar mit reichlich Zwiebelschalen im Kochwasser. Das Karotin in den Schalen färbt die Eier kräftig (rötlich) braun. Nach dem Abschrecken (Du weißt hoffentlich, wie man Eier kocht. :-)) reibst Du die Eierschale kräftig mit einer Speckschwarte (ersatzweise mit Speiseöl) ein. Dann mit einem Küchenkrepp das überschüssige Fett abreiben und die Eier angenehm warm (hasenwarm) verschenken. Viel Spaß!

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